Waltey

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Gospa Truda

Grimmove pravljice · Jacob in Wilhelm Grimm
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O besedilu

Gospa Truda

Vir
Grimmove pravljice
Avtor
Jacob in Wilhelm Grimm
Jezik branja
English
Jezik izvirnika
Deutsch
Čas branja
2 min branja
Obseg
2 strani
Naslov izvirnika
Frau Trude

O izvirniku

Grimmove pravljice

Gozdovi, čarobni predmeti in ljudska logika evropske pripovedne tradicije. Bralni jezik je English, izvirnik pa prihaja iz vira Grimmove pravljice v jeziku Deutsch.

Besedilo

Gospa Truda

Once upon a time there was a little girl who was stubborn and inquisitive, and whenever her parents told her to do something, she would not obey. How could things turn out well for her? One day she said to her parents, "I've heard so much about Frau Trude that I want to go and see her. People say her house looks so strange, and they tell of such curious things inside it that I've grown quite eager to see for myself." Her parents strictly forbade her to go, saying, "Frau Trude is a wicked woman who does ungodly things, and if you go to her, you will no longer be our child." But the girl paid no heed to her parents' warning and went to Frau Trude all the same. When she arrived, Frau Trude asked, "Why are you so pale?" — "Oh," she answered, trembling all over, "I was so frightened by what I saw." — "What did you see?" — "I saw a black man on your stairs." — "That was a charcoal burner." — "Then I saw a green man." — "That was a huntsman." — "After that I saw a blood-red man." — "That was a butcher." — "Oh, Frau Trude, I was terrified. I looked through the window and didn't see you, but the devil with a fiery head." — "Oho," she said, "then you have seen the witch in all her finery! I've been waiting for you and longing for you for such a long time. You shall give me light." Then she turned the girl into a block of wood and threw it into the fire. And when it was blazing brightly, she sat down beside it, warmed herself, and said, "Now that's a bright light!"

Izvirnik

Frau Trude

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Ein Märchen der Brüder Grimm

Es war einmal ein kleines Mädchen, das war eigensinnig und vorwitzig, und wenn ihm seine Eltern etwas sagten, so gehorchte es nicht: wie konnte es dem gut gehen? Eines Tages sagte es zu seinen Eltern: "Ich habe so viel von der Frau Trude gehört, ich will einmal zu ihr hingehen, die Leute sagen, es sehe so wunderlich bei ihr aus, und erzählen, es seien so seltsame Dinge in ihrem Hause, da bin ich ganz neugierig geworden." Die Eltern verboten es ihr streng und sagten: "Die Frau Trude ist eine böse Frau, die gottlose Dinge treibt, und wenn du zu ihr hingehst, so bist du unser Kind nicht mehr." Aber das Mädchen kehrte sich nicht an das Verbot seiner Eltern und ging doch zu der Frau Trude. Und als es zu ihr kam, fragte die Frau Trude: "Warum bist du so bleich?" - "Ach," antwortete es und zitterte am Leibe, "ich habe mich so erschrocken über das, was ich gesehen habe." - "Was hast du gesehen?" - "Ich sah auf Eurer Stiege einen schwarzen Mann." - "Das war ein Köhler." - "Dann sah ich einen grünen Mann." - "Das war ein Jäger." - "Danach sah ich einen blutroten Mann." - "Das war ein Metzger." - "Ach, Frau Trude, mir grauste, ich sah durchs Fenster und sah Euch nicht, wohl aber den Teufel mit feurigem Kopf." - "Oho," sagte sie, "so hast du die Hexe in ihrem rechten Schmuck gesehen: ich habe schon lange auf dich gewartet und nach dir verlangt, du sollst mir leuchten." Da verwandelte sie das Mädchen in einen Holzblock und warf ihn ins Feuer. Und als er in voller Glut war, setzte sie sich daneben, wärmte sich daran und sprach: "Das leuchtet einmal hell!"