Waltey

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Trije bratje

Grimmove pravljice · Jacob in Wilhelm Grimm
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O besedilu

Trije bratje

Vir
Grimmove pravljice
Avtor
Jacob in Wilhelm Grimm
Jezik branja
English
Jezik izvirnika
Deutsch
Čas branja
4 min branja
Obseg
3 strani
Naslov izvirnika
Die drei Brüder

O izvirniku

Grimmove pravljice

Gozdovi, čarobni predmeti in ljudska logika evropske pripovedne tradicije. Bralni jezik je English, izvirnik pa prihaja iz vira Grimmove pravljice v jeziku Deutsch.

Besedilo

Trije bratje

There was once a man who had three sons and owned nothing but the house he lived in. Each of them wanted to have the house after his death, but their father loved them all equally and did not know how to arrange matters without wronging any of them. Nor did he wish to sell the house, for it had belonged to his forefathers; otherwise he would have divided the money among them. At last he thought of a way and said to his sons, ‘Go out into the world and try your fortunes, and let each of you learn a trade. When you return, whichever of you produces the finest masterpiece shall have the house.’

The sons were content with this, and the eldest decided to become a farrier, the second a barber, and the third a fencing master. They agreed on a time when they would all return home, and set off. As it happened, each found a skilled master from whom he learned his trade thoroughly. The farrier had to shoe the king’s horses and thought, ‘Now you cannot fail; the house will be yours.’ The barber shaved none but distinguished gentlemen and likewise believed the house was as good as his already. The fencing master took many a blow, but gritted his teeth and would not be discouraged, for he thought to himself, ‘If you are afraid of a blow, you will never get the house.’ When the appointed time had passed, they all met again at their father’s house. But they did not know how best to find an opportunity to show their skill, and sat together discussing it. As they sat there, a hare suddenly came running across the field. ‘Ah,’ said the barber, ‘he comes just when I need him.’ He took his basin and soap and worked up a lather until the hare drew near. Then he soaped him as he ran at full speed and, still without stopping him, shaved him a neat little beard, without cutting him or harming a single hair. ‘I like that,’ said the father. ‘Unless the others make a mighty effort, the house is yours.’ Before long, a gentleman came racing past in a carriage at full gallop. ‘Now, Father, you shall see what I can do,’ said the farrier. He sprang after the carriage, pulled all four shoes off one of the horses as it galloped on, and fitted it with four new ones without its breaking stride. ‘You are a fine fellow,’ said the father. ‘You do your work as well as your brother. I do not know which of you should have the house.’ Then the third son said, ‘Father, let me have my turn too.’ As it was beginning to rain, he drew his sword and swung it in crossing strokes above his head, so that not a drop fell on him. And as the rain grew heavier, until at last it seemed as though great troughs of water were being emptied from the sky, he swung his sword faster and faster and stayed as dry as if he were sitting safe under a roof. When the father saw this, he marvelled and said, ‘You have performed the finest masterpiece. The house is yours.’

The other two brothers accepted this, as they had promised beforehand, and because they loved one another so dearly, all three stayed together in the house and practised their trades. Since they had learned so thoroughly and were so skilful, they earned a great deal of money. So they lived happily together into old age, and when one of them fell ill and died, the other two grieved so deeply that they too fell ill and soon died. Then, because they had been so skilful and had loved one another so dearly, all three were laid together in one grave.

Izvirnik

Die drei Brüder

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Ein Märchen der Brüder Grimm

Es war ein Mann, der hatte drei Söhne und weiter nichts im Vermögen als das Haus, worin er wohnte. Nun hätte jeder gerne nach seinem Tode das Haus gehabt, dem Vater war aber einer so lieb als der andere, da wußte er nicht, wie ers anfangen sollte, daß er keinem zu nahe tät; verkaufen wollte er das Haus auch nicht, weils von seinen Voreltern war, sonst hätte er das Geld unter sie geteilt. Da fiel ihm endlich ein Rat ein, und er sprach zu seinen Söhnen 'geht in die Welt und versucht euch, und lerne jeder sein Handwerk, wenn ihr dann wiederkommt, wer das beste Meisterstück macht, der soll das Haus haben.'

Das waren die Söhne zufrieden, und der älteste wollte ein Hufschmied, der zweite ein Barbier, der dritte aber ein Fechtmeister werden. Darauf bestimmten sie eine Zeit, wo sie wieder nach Haus zusammenkommen wollten, und zogen fort. Es traf sich auch, daß jeder einen tüchtigen Meister fand, wo er was Rechtschaffenes lernte. Der Schmied mußte des Königs Pferde beschlagen und dachte 'nun kann dirs nicht fehlen, du kriegst das Haus.' Der Barbier rasierte lauter vornehme Herren und meinte auch, das Haus wäre schon sein. Der Fechtmeister kriegte manchen Hieb, biß aber die Zähne zusammen und ließ sichs nicht verdrießen, denn er dachte bei sich 'fürchtest du dich vor einem Hieb, so kriegst du das Haus nimmermehr.' Als nun die gesetzte Zeit herum war, kamen sie bei ihrem Vater wieder zusammen: sie wußten aber nicht, wie sie die beste Gelegenheit finden sollten, ihre Kunst zu zeigen, saßen beisammen und ratschlagten. Wie sie so saßen, kam auf einmal ein Hase übers Feld dahergelaufen. 'Ei,' sagte der Barbier, 'der kommt wie gerufen,' nahm Becken und Seife, schäumte so lange, bis der Hase in die Nähe kam, dann seifte er ihn in vollem Laufe ein, und rasierte ihm auch in vollem Laufe ein Stutzbärtchen, und dabei schnitt er ihn nicht und tat ihm an keinem Haare weh. 'Das gefällt mir,' sagte der Vater, 'wenn sich die andern nicht gewaltig angreifen, so ist das Haus dein.' Es währte nicht lang, so kam ein Herr in einem Wagen dahergerennt in vollem Tagen 'Nun sollt Ihr sehen, Vater, was ich kann,' sprach der Hufschmied, sprang dem Wagen nach, riß dem Pferd, das in einem fortjagte, die vier Hufeisen ab und schlug ihm auch im Jagen vier neue wieder an. 'Du bist ein ganzer Kerl,' sprach der Vater, 'du machst deine Sachen so gut wie dein Bruder; ich weiß nicht, wem ich das Haus geben soll.' Da sprach der dritte 'Vater, laßt mich auch einmal gewähren,' und weil es anfing zu regnen, zog er seinen Degen und schwenkte ihn in Kreuzhieben über seinen Kopf, daß kein Tropfen auf ihn fiel: und als der Regen stärker ward, und endlich so stark, als ob man mit Mulden vom Himmel gösse, schwang er den Degen immer schneller und blieb so trocken, als säß er unter Dach und Fach. Wie der Vater das sah, erstaunte er und sprach 'du hast das beste Meisterstück gemacht, das Haus ist dein.'

Die beiden andern Brüder waren damit zufrieden, wie sie vorher gelobt hatten, und weil sie sich einander so lieb hatten, blieben sie alle drei zusammen im Haus und trieben ihr Handwerk; und da sie so gut ausgelernt hatten und so geschickt waren, verdienten sie viel Geld. So lebten sie vergnügt bis in ihr Alter zusammen, und als der eine krank ward und starb, grämten sich die zwei andern so sehr darüber, daß sie auch krank wurden und bald starben. Da wurden sie, weil sie so geschickt gewesen waren und sich so lieb gehabt hatten, alle drei zusammen in ein Grab gelegt.