Waltey

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Vodna vila

Grimmove pravljice · Jacob in Wilhelm Grimm
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O besedilu

Vodna vila

Vir
Grimmove pravljice
Avtor
Jacob in Wilhelm Grimm
Jezik branja
English
Jezik izvirnika
Deutsch
Čas branja
2 min branja
Obseg
2 strani
Naslov izvirnika
Die Wassernixe

O izvirniku

Grimmove pravljice

Gozdovi, čarobni predmeti in ljudska logika evropske pripovedne tradicije. Bralni jezik je English, izvirnik pa prihaja iz vira Grimmove pravljice v jeziku Deutsch.

Besedilo

Vodna vila

A little brother and sister were playing beside a well, and as they played, they both tumbled in. Down below lived a water nixie, who said, “Now I have you! Now you shall work hard for me,” and led them away with her. She gave the girl filthy, tangled flax to spin, and made her carry water into a leaky barrel, while the boy had to chop down a tree with a blunt axe. They were given nothing to eat but dumplings as hard as stone. At last the children grew so impatient that they waited until one Sunday, when the nixie was at church, and ran away. When the service was over, the nixie saw that her birds had flown, and bounded after them in great leaps. But the children caught sight of her in the distance, and the girl threw a brush behind her. It became a great mountain of bristles, with thousands upon thousands of prickles, which the nixie had to climb over with great difficulty; yet at last she made it across. When the children saw this, the boy threw a comb behind him. It became a great mountain of combs, with a thousand times a thousand teeth, but the nixie managed to cling to them and at last made it over that too. Then the girl threw a mirror behind her, and it became a mountain of glass, so smooth, so very smooth, that the nixie could not possibly get over it. Then she thought, “I will hurry home and fetch my axe and split the glass mountain in two.” But by the time she returned and had hacked through the glass, the children had long since fled far away, and the water nixie had to slink back to her well.

Izvirnik

Die Wassernixe

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Ein Märchen der Brüder Grimm

Ein Brüderchen und ein Schwesterchen spielten an einem Brunnen, und wie sie so spielten, plumpsten sie beide hinein. Da war unten eine Wassernixe, die sprach 'jezt habe ich euch, jetzt sollt ihr mir brav arbeiten,' und führte sie mit sich fort. Dem Mädchen gab sie verwirrten garstigen Flachs zu spinnen, und es mußte Wasser in ein hohles Faß schleppen, der Junge aber sollte einen Baum mit einer stumpfen Axt hauen, und nichts zu essen bekamen sie als steinharte Klöße. Da wurden zuletzt die Kinder so ungeduldig, daß sie warteten, bis eines Sonntags die Nixe in der Kirche war, da entflohen sie. Und als die Kirche vorbei war, sah die Nixe, daß die Vögel ausgeflogen waren, und setzte ihnen mit großen Sprüngen nach. Die Kinder erblickten sie aber von weitem, und das Mädchen warf eine Bürste hinter sich, das gab einen großen Bürstenberg mit tausend und tausend Stacheln, über den die Nixe mit großer Müh klettern mußte; endlich aber kam sie doch hinüber. Wie das die Kinder sahen, warf der Knabe einen Kamm hinter sich, das gab einen großen Kammberg mit tausendmal tausend Zinken, aber die Nixe wußte sich daran festzuhalten und kam zuletzt doch drüber. Da warf das Mädchen einen Spiegel hinterwärts, welches einen Spiegelberg gab, der war so glatt, so glatt, daß sie unmöglich darüber konnte. Da dachte sie 'ich will geschwind nach Haus gehen und meine Axt holen und den Spiegelberg entzweihauen.' Bis sie aber wiederkam und das Glas aufgehauen hatte, waren die Kinder längst weit entflohen, und die Wassernixe mußte sich wieder in ihren Brunnen trollen.