Waltey
Tri črne princese
Grimmove pravljice · Jacob in Wilhelm GrimmO besedilu
Tri črne princese
- Vir
- Grimmove pravljice
- Avtor
- Jacob in Wilhelm Grimm
- Jezik branja
- English
- Jezik izvirnika
- Deutsch
- Čas branja
- 4 min branja
- Obseg
- 3 strani
- Naslov izvirnika
- Die drei schwarzen Prinzessinnen
O izvirniku
Grimmove pravljice
Gozdovi, čarobni predmeti in ljudska logika evropske pripovedne tradicije. Bralni jezik je English, izvirnik pa prihaja iz vira Grimmove pravljice v jeziku Deutsch.
Besedilo
Tri črne princese
The East Indies was besieged by an enemy who refused to leave the town until he had received six hundred thalers. So they had it proclaimed by drum that whoever could produce the money would be made mayor. Now there was a poor fisherman there who fished at sea with his son. The enemy came, took the son prisoner, and paid the fisherman six hundred thalers for him.
The father went and gave the money to the town’s officials, whereupon the enemy withdrew, and the fisherman was made mayor. Then it was proclaimed that anyone who failed to address him as “Mr Mayor” would be hanged.
The son managed to escape from the enemy and came to a great forest on a high mountain. The mountain opened, and he found himself in a great enchanted castle, where the chairs, tables, and benches were all draped in black. Then three princesses appeared, dressed entirely in black, with only a little white showing in their faces. They told him not to be afraid: they would do him no harm, and he could free them from the spell. He said he would gladly do so, if only he knew how. They told him that for a whole year he must neither speak to them nor look at them; whatever he wished for, he need only ask, and if they were permitted to answer, they would grant it. After he had been there for some time, he said he would like to visit his father. They told him to go, taking this purse of gold with him and putting on these clothes, but he must be back in eight days.
Then he was lifted up and found himself at once in the East Indies. But he could no longer find his father in the fisherman’s hut, and asked the people what had become of the poor fisherman. They told him he must not call him that, or he would be hanged. Then he came to his father and said, “Fisherman, how did you come by all this?” His father said, “You must not call me that! If the town’s officials hear of it, you will be hanged!” But he would not stop, and so he was taken to the gallows. When he arrived there, he said, “Oh, gentlemen, grant me leave to go once more to the old fisherman’s hut.” There he put on his old smock, returned to the officials, and said, “Do you see now? Am I not the poor fisherman’s son? In these very clothes I earned bread for my father and mother.” Then they recognized him, begged his forgiveness, and took him home with them, where he told everyone what had happened to him: how he had come to a forest on a high mountain; how the mountain had opened and he had entered an enchanted castle where everything was black; and how three princesses had appeared, who were black too, with only a little white in their faces. They had told him not to be afraid, for he could free them from the spell. His mother said this could hardly be anything good; he should take a blessed wax candle and drip hot wax onto their faces.
So he went back, filled with dread. While they slept, he dripped wax onto their faces, and they turned half white. Then all three princesses sprang up and said, “You accursed dog, may our blood cry out for vengeance upon you! No one now living, nor anyone yet to be born, can ever free us from the spell! We have three brothers bound in seven chains, and they shall tear you to pieces!” Suddenly a great outcry arose throughout the castle, and he leapt out of the window and broke his leg. The castle sank back into the earth, the mountain closed again, and no one knew where it had stood.
Izvirnik
Die drei schwarzen Prinzessinnen
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Ein Märchen der Brüder Grimm
Ostindien wurde vom Feind belagert, der die Stadt nicht eher verlassen wollte, als bis er sechshundert Taler erhalten hatte. Da ließen sie austrommeln, wer das Geld zur Stelle schaffen könnte, der sollte Bürgermeister werden. Nun gab es da einen armen Fischer, der fischte auf der See mit seinem Sohn. Da kam der Feind, nahm den Sohn gefangen und gab ihm dafür sechshundert Taler.
Da ging der Vater hin und gab sie den Herren in der Stadt, und daraufhin zog der Feind ab, und der Fischer wurde Bürgermeister. Dann wurde ausgerufen, wer nicht "Herr Bürgermeister" sagte, der sollte am Galgen hingerichtet werden.
Der Sohn konnte dem Feind wieder entfliehen und kam in einen großen Wald auf einem hohen Berg. Der Berg tat sich auf, da kam er in ein großes verwunschenes Schloß, worin Stühle, Tische und Bänke alle schwarz behangen waren. Da kamen drei Prinzessinnen, die ganz schwarz angezogen waren und nur ein wenig Weiß im Gesicht zeigten. Die sagten zu ihm, er solle nicht bang sein, sie wollten ihm nichts tun, er könne sie erlösen. Da sagte er, das wolle er gern tun, wenn er nur wüßte, wie er das machen solle. Da sagten sie, er sollte ein ganzes Jahr nicht mit ihnen sprechen, und sie auch nicht ansehen; was er gern haben wollte, das sollte er nur sagen: wenn sie Antwort geben dürften, wollten sie es tun. Als er eine Zeitlang dagewesen war, sagte er, er wollte gern einmal zu seinem Vater gehen. Da sagten sie, das solle er nur tun, und diesen Beutel mit Gold solle er mitnehmen und diese Kleider solle er anziehen, und in acht Tagen müßte er wieder hier sein.
Da wurde er aufgehoben, und war gleich in Ostindien. Doch konnte er seinen Vater in der Fischerhütte nicht mehr finden und fragte die Leute, wo der arme Fischer geblieben wäre. Da sagten sie, das dürfe er nicht sagen, sonst käme er an den Galgen. Dann kam er zu seinem Vater und sagte zu ihm: "Fischer, wie seid Ihr dazu gekommen?" Da sagte sein Vater: "Das dürft Ihr nicht sagen, wenn das die Herren von der Stadt gewahr werden, kommt Ihr an den Galgen!" Er wollte es aber gar nicht lassen, und wurde deshalb zum Galgen gebracht. Als er dort angelangt war, sagte er: "Oh, meine Herren, gebt mir die Erlaubnis, daß ich noch einmal zu der alten Fischerhütte gehen darf." Dort zog er seinen alten Kittel an, kam wieder zu den Herren zurück und sagte: "Seht ihr es nun? Bin ich nicht dem armen Fischer sein Sohn? In diesem Zeug habe ich meinem Vater und meiner Mutter das Brot verdient." Da erkannten sie ihn, baten ihn um Verzeihung und nahmen ihn mit nach Haus; da erzählte er allen, wie es ihm ergangen war. Daß er in einen Wald gekommen sei auf einem hohen Berg; da hätte sich der Berg aufgetan, und er wäre in ein verwunschenes Schloß gekommen, worin alles schwarz gewesen sei, und drei Prinzessinnen wären gekommen, die wären schwarz gewesen, nur im Gesicht etwas weiß. Die hätten ihm gesagt, er solle nicht bange sein, denn er könne sie erlösen. Da sagte seine Mutter, das möchte wohl nichts Gutes sein; er solle eine geweihte Wachskerze nehmen und ihnen glühendes Wachs ins Gesicht tropfen.
Er ging nun wieder hin, und da graute ihm so. Er tropfte ihnen Wachs ins Gesicht, als sie schliefen, und da wurden sie halbweiß. Da sprangen alle drei Prinzessinnen auf und sagten: "Du verfluchter Hund, unser Blut soll über dich Rache schreien! Nun ist kein Mensch auf der Welt geboren und es wird auch keiner geboren, der uns erlösen kann! Wir haben noch drei Brüder, die sind an sieben Ketten angeschlossen, die sollen dich zerreißen!" Da gab es jäh ein großes Geschrei im. ganzen Schloß, und er sprang aus dem Fenster und brach sich ein Bein, und das Schloß sank wieder in den Grund, der Berg war wieder zu, und niemand wußte, wo es gewesen war.
Nadaljuj z branjem