Waltey
Malopridna druščina
Grimmove pravljice · Jacob in Wilhelm GrimmO besedilu
Malopridna druščina
- Vir
- Grimmove pravljice
- Avtor
- Jacob in Wilhelm Grimm
- Jezik branja
- English
- Jezik izvirnika
- Deutsch
- Čas branja
- 4 min branja
- Obseg
- 4 strani
- Naslov izvirnika
- Das Lumpengesindel
O izvirniku
Grimmove pravljice
Gozdovi, čarobni predmeti in ljudska logika evropske pripovedne tradicije. Bralni jezik je English, izvirnik pa prihaja iz vira Grimmove pravljice v jeziku Deutsch.
Besedilo
Malopridna druščina
Little Rooster said to Little Hen, "Now that the nuts are ripening, let us go up the mountain together and eat our fill before the squirrel carries them all away." "Yes," answered Little Hen, "come along, let us have a merry time together." So they went up the mountain, and as it was a fine, bright day, they stayed until evening. Now, I do not know whether they had eaten themselves too fat or had simply grown high-spirited; at any rate, they would not walk home, and Little Rooster had to build a little carriage out of nutshells. When it was ready, Little Hen climbed in and said to Little Rooster, "You can harness yourself to it now." "A fine idea!" said Little Rooster. "I would sooner walk home than let myself be harnessed to a carriage. No, that was not our bargain. I am quite willing to be the coachman and sit on the box, but I will not pull it myself."
As they were quarrelling, a duck came waddling up, quacking, "You pack of thieves! Who gave you leave to go onto my nut mountain? Just you wait—you shall pay for this!" And with her beak wide open, she charged at Little Rooster. But Little Rooster was no slowcoach either, and he set upon the duck in earnest. At last he struck her so fiercely with his spurs that she begged for mercy and gladly agreed, as her punishment, to be harnessed to the carriage. Little Rooster now mounted the box as coachman, and off they went at a gallop. "Duck, run as fast as you can!" When they had travelled some way, they met two wayfarers, a pin and a sewing needle. "Stop! Stop!" they cried, saying that it would soon be pitch-dark and then they would not be able to go another step; besides, the road was so muddy. Might they not ride along for a little while? They had been at the tailors' hostel outside the town gate and had lingered too long over their beer. Since they were thin folk who took up little room, Little Rooster let them both climb in, but they had to promise not to tread on his feet or Little Hen's. Late that evening they came to an inn, and as they did not wish to travel any farther that night, and the duck was unsteady on her feet and swaying from side to side, they went in. At first the innkeeper raised all sorts of objections, saying that his house was already full, and no doubt thinking they were not very distinguished guests. But at last they spoke so sweetly, promising him the egg Little Hen had laid along the way, and the duck as well, who laid an egg every day, that he agreed to let them stay the night. Then they ordered fresh food to be brought and feasted in grand style. Early next morning, as dawn was breaking and everyone was still asleep, Little Rooster woke Little Hen, fetched the egg, pecked it open, and shared it with her; the shells they threw onto the hearth. Then they went to the sewing needle, who was still asleep, took her by the head, and stuck her into the cushion of the innkeeper's armchair, and the pin into his towel. Finally, without so much as a by-your-leave, they flew away across the heath. The duck, who liked sleeping under the open sky and had stayed in the yard, heard them whirring off, roused herself, and found a stream down which she swam—and that was quicker than pulling the carriage. It was a couple of hours later before the innkeeper got out of bed. He washed, and as he went to dry himself on the towel, the pin scraped across his face, leaving a red line from one ear to the other. Then he went into the kitchen to light his pipe, but as he approached the hearth, the eggshells flew into his eyes. "Everything seems bent on attacking my head this morning," he said, and sank crossly into his grandfather chair. But in an instant he sprang up again with a cry of "Ouch!" For the sewing needle had given him an even nastier prick, and not in the head. Now he was thoroughly angry and began to suspect the guests who had arrived so late the night before. But when he went to look for them, they were gone. Then he swore never again to take in such a pack of good-for-nothings, who ate their fill, paid nothing, and played tricks on him into the bargain.
Izvirnik
Das Lumpengesindel
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Ein Märchen der Brüder Grimm
Hähnchen sprach zu Hühnchen: "Jetzt ist die Zeit, wo die Nüsse reif werden, da wollen wir zusammen auf den Berg gehen und uns einmal recht satt essen, ehe sie das Eichhorn alle wegholt." - "Ja," antwortete das Hühnchen, "komm, wir wollen uns eine Lust miteinander machen." Da gingen sie zusammen fort auf den Berg, und weil es ein heller Tag war, blieben sie bis zum Abend. Nun weiß ich nicht, ob sie sich so dick gegessen hatten, oder ob sie übermütig geworden waren, kurz, sie wollten nicht zu Fuß nach Haus gehen, und das Hähnchen mußte einen kleinen Wagen von Nußschalen bauen. Als er fertig war, setzte sich Hühnchen hinein und sagte zum Hähnchen: "Du kannst dich nur immer vorspannen." - "Du kommst mir recht," sagte das Hähnchen, "lieber geh ich zu Fuß nach Haus, als daß ich mich vorspannen lasse. Nein, so haben wir nicht gewettet. Kutscher will ich wohl sein und auf dem Bock sitzen, aber selbst ziehen, das tu ich nicht."
Wie sie so stritten, schnatterte eine Ente daher: "Ihr Diebesvolk, wer hat euch geheißen, in meinen Nußberg gehen? Wartet, das soll euch schlecht bekommen!" Ging also mit aufgesperrtem Schnabel auf das Hähnchen los. Aber Hähnchen war auch nicht faul und stieg der Ente tüchtig zu Leib, endlich hackte es mit seinen Sporn so gewaltig auf sie los, daß sie um Gnade bat und sich gern zur Strafe vor den Wagen spannen ließ. Hähnchen setzte sich nun auf den Bock und war Kutscher, und darauf ging es in einem Jagen: "Ente, lauf zu, was du kannst!" Als sie ein Stück Weges gefahren waren, begegneten sie zwei Fußgängern, einer Stecknadel und einer Nähnadel. Sie riefen: "Halt halt!" und sagten, es würde gleich stichdunkel werden, da könnten sie keinen Schritt weiter, auch wäre es so schmutzig auf der Straße, ob sie nicht ein wenig einsitzen könnten, sie wären auf der Schneiderherberge vor dem Tore gewesen und hätten sich beim Bier verspätet. Hähnchen, da es magere Leute waren, die nicht viel Platz einnahmen, ließ sie beide einsteigen, doch mußten sie versprechen, ihm und seinem Hühnchen nicht auf die Füße zu treten. Spät abends kamen sie zu einem Wirtshaus, und weil sie die Nacht nicht weiterfahren wollten, die Ente auch nicht gut zu Fuß war und von einer Seite auf die andere fiel, so kehrten sie ein. Der Wirt machte anfangs viel Einwendungen, sein Haus wäre schon voll, gedachte auch wohl, es möchte keine vornehme Herrschaft sein, endlich aber, da sie süße Reden führten, er solle das Ei haben, welches das Hühnchen unterwegs gelegt hatte, auch die Ente behalten, die alle Tage eins legte, so sagte er endlich, sie möchten die Nacht über bleiben. Nun ließen sie wieder frisch auftragen und lebten in Saus und Braus. Frühmorgens, als es dämmerte und noch alles schlief, weckte Hähnchen das Hühnchen, holte das Ei, pickte es auf, und sie verzehrten es zusammen; die Schalen aber warfen sie auf den Feuerherd. Dann gingen sie zu der Nähnadel, die noch schlief, packten sie beim Kopf und steckten sie in das Sesselkissen des Wirts, die Stecknadel aber in sein Handtuch, endlich flogen sie, mir nichts, dir nichts, über die Heide voran. Die Ente, die gern unter freiem Himmel schlief und im Hof geblieben war, hörte sie fortschnurren, machte sich munter und fand einen Bach, auf dem sie hinabschwamm; und das ging geschwinder als vor dem Wagen. Ein paar Stunden später machte sich erst der Wirt aus den Federn, wusch sich und wollte sich am Handtuch abtrocknen, da fuhr ihm die Stecknadel über das Gesicht und machte ihm einen roten Strich von einem Ohr zum andern. Dann ging er in die Küche und wollte sich eine Pfeife anstecken. Wie er aber an den Herd kam, sprangen ihm die Eierschalen in die Augen. "Heute morgen will mir alles an meinen Kopf," sagte er, und ließ sich verdrießlich auf seinen Großvaterstuhl nieder; aber geschwind fuhr er wieder in die Höhe und schrie: "Auweh!" Denn die Nähnadel hatte ihn noch schlimmer und nicht in den Kopf gestochen. Nun war er vollends böse und hatte Verdacht auf die Gäste, die so spät gestern abend gekommen waren. Und wie er ging und sich nach ihnen umsah, waren sie fort. Da tat er einen Schwur, kein Lumpengesindel mehr in sein Haus zu nehmen, das viel verzehrt, nichts bezahlt und zum Dank noch obendrein Schabernack treibt.
Nadaljuj z branjem